,,Nicht gehen.. ROLLEN.“ Vielleicht könnte man meine ersten Rollerfolge genau so zusammenfassen. Ich bin gerollt, ohne zu fallen. Ohne Schritte zu machen. Von ganz allein. Mittlerweile fühle ich mich in meinen Skates so sicher, dass ich damit in Klubs tanze und für diverse Werbeformate angefragt werde. „Und Berlin?“. „Tanzt mit“.
Training auf Rollschuhen
Aus der Idee Rollerdance wieder salonfähig zu machen, ist eine Berliner Institution geworden. „Rollers-Inc. Berlin“ bietet zwei mal wöchentlich eine Anlaufstelle für alle, die gerne auf klassischen Rollschuhen tanzen. Das SO36 in Kreuzberg veranstaltet ein mal im Monat eine „Roller Skate Disko“. Highlight: zum Wochenende des Karneval der Kulturen wird die Dance Crew um Rollers-Inc. Teil des großen Umzugs. Am selben Wochenende ist eine größere Disco auf Rollen im Huxley`s geplant.
Keine Poser: Sportsgeist bitte!
Denn auch davon hat sich der Rollerdance befreit. Aus seiner muffigen Halle im Vorort mit angestaubter Musik, Bier in der Hand und dem einzigen Interesse schneller zu sein als der Vordermann. Der Style ist nicht mehr der der glitzernden Disco Ära der 70er mit Schlaghose, Hotpants und Disco Tamtam wie uns die Werbeindustrie, durch die letzten Jahre wieder auf den Geschmack gekommen, glauben lassen will. Es entsteht auch keine Ostnostalgie, in der ein ehemaliges Hippiemädchen mit 80er Neon-Tütü und Gettoblaster, vor einem Trabi die Freiheit formal austanzt.
Breakdancer willkommen
Style: Er ist eine gelungene Mischung aus sportlicher Eleganz, hartem Training und zitierten Elementen dessen, was aus sportlicher Sicht Sinn macht. In puncto Mode sind das manchmal die unverzichtbaren High Heel Socken mit ihren monochromen Ringeln unterhalb oder neuerdings oberhalb des Knies. Immer noch. Aus tänzerischer Sicht sind Elemente des Breakdance und Dubstepp hinzugekommen.
Bei der Musik streiten sich die Geister
Oder sollte man lieber sagen Tänzer? Meiner Meinung nach ist das Musikgenre, zu dem getanzt werden kann unverzichtbar variabel,- als auch Heutig. Es bedient sich nicht mehr ausschließlich ihrer Vergangenheit. Trockene Funkelemente, Hip-Hop & Soul animieren den Bounce ebenso wie die neuesten Auskopplungen eines Electro Songs von Jamie Woon. Hauptsache vielschichtig, nicht eindimensional. So wie die Skate Szene eben: Roller Dancer, Roller Derby Girls, Roller Skate Park Junkies und Roll Aerobic Ladies. All colours, all genders all in..
will you?
Mata Classic


Die Rollschuhszene in Stuttgart Ende der neunziger Jahren war groß. Es sind sogar Wettkämpfe in der Halfpipe abgehalten worden.
Michelle Steillen Ein Kunststück auf der Half-Pipe
Ein Label das mit bonbonfarbenen Skates in hellrosa, türkis und lila weltweit Skaterinnen ausrüstet. Klassische Rollschuhe. Auch in veganer Ausführung erhältlich. Für Design, Marketing und Vertrieb ist sie auschließlich alleine verantwortlich. Alle Rechte darauf gehören ihr. Dank Instagram bekommt sie die Reichweite, kann sich selbst unter ihrem Roller-Derby-Namen „Estro Jen“ als Marke etablieren.
